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Der "Städtische Musikverein zu Düsseldorf" wurde 1818 mit Orchester und Gesangverein von musikbegeisterten Bürgern der Stadt Düsseldorf gegründet.

Die Vorbereitung, Durchführung und Teilnahme an den Konzerten der damals jährlich stattfindenden "Niederrheinischen Musikfeste" war die vornehmste Aufgabe der Mitglieder dieses von der Bürgerschaft getragenen Vereins.

Zu seinen Gründungsmitgliedern gehören so bekannte Namen wie die Freiherren und Grafen von Spee, von Trips, von Ritz oder die Künstler und Kaufleute Mengelberg, Cornelius, Juppen, van Eiken, van Els u.v.a.

Die Musikbegeisterung der Düsseldorfer Bürger ging weit über die Grenzen ihrer Stadt hinaus, so dass auch Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann als Musikdirektoren und Leiter der Musikfeste gewonnen werden konnten. Der vielseitige Autor und Komponist Schumann erlebte in Düsseldorf von 1850 bis zu seinem tragischen Ende 1856 eine fruchtbare Schaffensperiode mit (Ur-) Aufführungen eigener und vieler anderer zeitgenössischer Werke, an denen auch immer der Städtische Musikverein beteiligt war.

Bis heute führt der Chor die Musiktradition aus seiner Gründerzeit fort und pflegt in besonderer Weise das Andenken an seine ersten großen Musikdirektoren und deren große romantische Chorkompositionen. Immer aber ist der Chor auch im Zusammenwirken mit den "Düsseldorfer Symphonikern" Wegbereiter für Erst- und Uraufführungen geblieben. Dabei hat er als musikalischer Botschafter der Landeshauptstadt sein Tätigkeitsfeld weit über die Grenzen der Landeshauptstadt ausweiten können.

Das Archivgut des Städtischen Musikvereins reicht bis in die Gründerjahre zurück. In jüngerer Zeit wurde es um ein Schallarchiv mit Tondokumenten von 1956 bis in die Gegenwart ergänzt.

In der vom Musikverein zweimal jährlich herausgegebenen Zeitschrift „NeueChorszene“ werden u. a. Forschungsergebnisse veröffentlicht, die auf der Auswertung eigener wie fremder Archivbestände basieren.