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Archivale des Monats Juni 2019

Tag der deutschen Einheit, 17. Juni 1953

 

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NW 0059 Nr. 209 Bl. 95ff.

 

Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 03. Oktober 1990 und der Bestimmung des 03. Oktobers zum gesetzlichen Feiertag als „Tag der Deutschen Einheit“ – mit großem „D“  – fanden die Bemühung um eine Aufhebung der Trennung der beiden Deutsch Staaten ihren Abschluss. Zuvor war in der BRD am 17. Juni , dem „Tag der deutschen Einheit“ – mit kleinem „d“ –,  der Wunsch zur Wiedervereinigung zum Ausdruck gebracht worden. 


Dieser Tag war keineswegs zufällig gewählt, nachdem es Anfang 1953 zunächst Massenfluchten in den Westen gegeben hatte, entzündete sich am  16. Juni 1953 aufgrund neuer Arbeitsnormen in der DDR der Unmut der Arbeiter,  die sich am folgenden Tag von Berlin aus auf den gesamten Osten ausbreiteten, aber von den sowjetischen Besatzungstruppen blutig niedergeschlagen wurden. (https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_vom_17._Juni_1953#Reaktionen


In der BRD setzte sich darauf ein breites Bündnis der Fraktionen im Bundestag gegen die Position der Bundeskanzlers, des Bundespräsidenten und des Bundesministers des Inneren durch um den 17. Juni zum gesetzlichen Feiertag zu bestimmen. In den folgenden Jahren entspannte sich eine breite Debatte den Charakter des Feiertags, teilweise wurde sogar die Abschaffung erwogen. Schlussendlich wurde unter dem Eindruck des Chrustchow-Ultimatums (https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer#1959–1961 ) 1959 die Verschärfung zum stillen Feiertag umgesetzt, der abgebildete Abschnitt aus NW 59 Nr. 209 zeigt die Positionen und Regelungen der Länder im April 1959.