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Archivale des Monats September 2019

 


Der Bestand RW 0482: Nachlass Emil Johann Friderici, Tagebücher über die Kriegsjahre 1914-1918 in Düsseldorf

 

 Friderici DeckblattFri Tagebuch 1

 LAV NRW R RW 0482 Nr. 4: Kriegsbilder aus Düsseldorf - Bd. 4 Tagebuch 27. Oktober 1915 - 20. Februar 1916

 


„Es herrschte große Erregung und Unruhe in der Stadt“. So beginnt der Düsseldorfer Emil Johann Friderici am 31. Juli 1914 die Eintragungen in sein Tagebuch. Ein Tagebuch, das Friderici in den kommenden viereinhalb Kriegsjahren täglich führen wird. Damit stellt das Tagebuch inhaltlich ein einzigartiges Zeugnis seiner Zeit für die Stadt Düsseldorf im Ersten Weltkrieg dar. Von Beginn an bemüht sich Friderici über seinen Lebensmittelpunkt hinaus, das Treiben in der Stadt festzuhalten, notiert Lebensmittelpreise, kommentiert die Ersatznahrungsmittel, bemängelt den zunehmenden Einsatz von Frauen in sogenannten Männerberufen.

 


Friderici war zu Beginn des Ersten Weltkriegs Angestellter bei der Stadt Düsseldorf. So beschreibt er unter anderem, was er bei einer Datenerhebung in den Wohnungen der Menschen 1915 erlebt.
Er versucht Stadtgespräche und wichtige Ereignisse möglichst genau zu dokumentieren. Doch bleibt neben dem Chronisten auch immer der Privatmann sichtbar, der Tagebuch führt, welches durch seine gute Lesbarkeit und seinen „privaten“ Zugriff auf das Leben in der Stadt im Krieg besticht.

 


Die handschriftlichen Tagebücher wurden durch einen Bekannten Fridericis 1993 an das Landesarchiv NRW abgegeben. Eine Abschrift der Bücher befindet sich im Stadtarchiv Düsseldorf.

 

RW_0482_Postkarte_Fridericus_02

Emil Johann Friderici an seinem Schreibtisch (vermutlich), LAV NRW R RW 0482

 


Teile der insgesamt 14 Tagebücher sind noch bis zum 30. Januar 2020 in der Ausstellung „Poesie, Prosa und Protest“ im Ausstellungsraum der Abteilung Rheinland in Duisburg zu sehen.

 


Öffnungszeiten der Ausstellung
Montag bis Freitag von 6:30 bis 20 Uhr