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Archivale des Monats Oktober 2019

 

Als Duisburg noch einen Flugplatz hatte

 

LAV NRW R_RW_0261_00637_R 

Urheber Richard J. Kern Luftbild

LAV NRW R RW 0261 Nr. 637

 

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Urheber Richard J. Kern Luftbild

LAV NRW R RW 0261 Nr. 630

 

 

Unsere Fotos zeigen den Duisburger Flugplatz im Stadtteil Neuenkamp im Jahr 1929. Der Flugplatz wurde 1912 auf dem Gelände der ein Jahr zuvor gegründeten Strack-Flugzeug-Werke eröffnet und 1927 nach dem in diesem Jahr abgestürzten Duisburger Paul Bäumer benannt, einem berühmten Jagdflieger des Ersten Weltkriegs. 


Er diente als Pilotenschule sowie vor allem dem Motor- und Segelflugsport, wurde während des Zweiten Weltkrieges aber auch als Ausbildungsstätte und Stützpunkt von Sturzkampffliegereinheiten genutzt. In den 1950er-Jahren musste der Flugplatz zunehmend der Industrie weichen und wurde 1957 geschlossen. 


Bei den drei Flugzeugen auf dem Flugfeld handelt es sich um Maschinen des im Rheinland und Berlin ansässigen Herstellers Raab-Katzenstein, rechts eine LVG-BIII – „Kranich“, ein Schulungsflugzeug, in der Mitte eine KL 1C, eine Kunst- und Sportflugmaschine und ganz links eine RK 2 – „Pelikan“, die als „Reise-, Schul- und Kunstflugzeug“ beworben wurde. Diese im Mai 1928 in Dienst gestellte Maschine gehörte dem Niederrheinischen Verein für Luftschifffahrt, dessen Duisburger Ortsgruppe ebenfalls 1912 in Neuenkamp gegründet worden war.
Auf der Überblicksaufnahme sieht man hinter den Hangars des Flugplatzes das Gelände der Zeche Diergardt III., im weiteren Hintergrund die Industriebetriebe an Parallel- und Außenhafen.