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Archivale des Monats März 2020

 

 

„Offline“ anno 1986: LAV NRW R NW 0740 Nr. 97

 

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Früher war alles besser? Technische Geräte viel langlebiger? Keine Funklöcher? Nicht unbedingt. Selbst Ministerpräsident Johannes Rau war 1986 wegen häufiger Störungen der Telefonanlage in der Staatskanzlei nicht immer erreichbar. Und das obwohl die Anlage für das Büro des Ministerpräsidenten erst 1981 vollständig erneuert worden war. Ein Blitzeinschlag hatte die Anlage ein Jahr zuvor beschädigt. Seitdem kam es immer wieder zu Ausfällen, die dazu führten, dass Telefongespräche nicht angenommen oder geführt werden konnten oder die Verbindung mitten im Gespräch abbrach. Diese Störungen wurden im Frühjahr 1986 so häufig, dass ein ordnungsgemäßer Ablauf der Dienstgeschäfte nicht mehr gewährleistet werden konnte.

 

Weder die Firma, die die Telefonanlage installiert hatte, noch der Fernmeldetechnische Dienst der Staatskanzlei bzw. das Staatshochbauamt Düsseldorf sahen sich in der Lage, die Anlage so zu reparieren, dass Ausfälle vermieden werden konnten. Der Einbau einer neuen Anlage sollte während der parlamentarischen Sommerpause geschehen. Die Staatskanzlei stand nun vor dem nächsten Problem: Die meisten Firmen beanspruchten eine Lieferzeit von mindestens fünf Monaten! Doch die Zeit drängte. Der Herr Ministerpräsident muss erreichbar sein!

 

Schließlich Ende gut, alles gut: Die Firma Siemens konnte rechtzeitig eine neue Anlage liefern, die am 16. September 1986 in Betrieb genommen wurde. Die ausgemusterte Telefonanlage wurde vom Kultusministerium übernommen.

 

Weitere interessante Geschichten und Fakten der Vergangenheit zum Thema „Kommunikation – Von der Depesche bis zum Tweet“ bietet der Tag der Archive am 07. März 2020 im Stadtarchiv Duisburg, an dem sich das Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland beteiligt