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Geschichte und Geschichten über die kommunale Neugliederung in Detmold

Detmold, wie wir es heute kennen, ist noch keine 50 Jahre alt. Dass die Gebietsreform von 1970 kein Selbstläufer war, darüber berichteten im Stadtarchiv Detmold Erhard Friesenhan, der die Neugliederung als junger Kommunalbeamter erlebt hat.

Rolf Bender ergänzte, wie schwierig sich die Zusammenführung des Verwaltungspersonals gestaltete.

Dr. Bärbel Sunderbrink konnte anhand der Unterlagen aus dem Archiv zeigen, dass es auch Probleme bei der Übergabe der Akten gab. In Heiligenkirchen wurden sogar Unterlagen bewusst zurückgehalten. Bis heute sind daher Lücken in der Überlieferung einiger Gemeinden zu verzeichnen. Günter Schütte, bis zuletzt Ratsherr im noch selbständigen Berlebeck, beschrieb anschaulich, dass es bei der Neugliederung auch um die finanzielle Ausstattung der Gemeinden ging. Als florierender Gewerbe- und Fremdenverkehrsort sah man sich auf der Verliererseite der Neugliederung. Diese Wahrnehmung wurde dadurch verstärkt, dass in dieser Zeit die lukrative Heimarbeit zurückging – viele Familien hatten sich zuvor bei Weidmüller ein Zusatzeinkommen verschaffen können. Außerdem blieben mit dem Umbruch im Fremdenverkehr Pensionsgäste weg.

Am Donnerstag, dem 9. März 2017, 15.30 Uhr wird die Veranstaltungsreihe im Stadtarchiv, Willi-Hofmann-Straße 2, fortgesetzt. Dann wird Hans-Gerd Kaulvers aus Pivitsheide v.H. von der Situation im Detmolder Westen berichten. Auch dort war man keineswegs davon angetan, Juniorpartner der großen Stadt Detmold zu werden. Der Initiator des Projekts, Altbürgermeister Friedrich Brakemeier, und Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink laden Zeitzeugen und alle Interessierten ins Stadtarchiv/Landesarchiv NRW ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.